In der Nutztierhaltung gibt es wohl sonst kaum Haltungsformen, die so grausam sind und so viele Tiere betreffen, wie die Käfig- und Bodenhaltung von Legehennen. Das hat sogar schon McDonald's erkannt und ist auf Freilandhaltung umgestiegen (2. Seite des Artikels).
Das folgende Video zeigt, wie allein in Deutschland jedes Jahr rund 27 Millionen Hühner noch nicht einmal ihre grundlegenden Bedürfnisse befriedigen können:
Auch die Bodenhaltung bietet den Hühnern oft wenig mehr Komfort.
Als Argument für diese Haltungsformen werden oft die niedrigen Kosten angeführt. Erfreulicherweise ist es sehr günstig, auf alternative Haltungsformen zu wechseln: Zum Beispiel kostet ein Freilandei bei ALDI Süd zurzeit gerade einmal 3 Cent mehr als ein Käfigei.
Diesem Tenor fügt sich auch eine Berechnung der Organisation ProVIEH: In höherpreisigen Supermärkten kostet es gerade mal 5 Euro mehr pro Jahr, wenn der durchschnittliche deutsche Haushalt seinen Jahresbedarf von 240 Schaleneiern durch Freiland- statt Käfigprodukte deckt.
Zum Glück gibt es kaum Studenten, denen solche Beträge wichtiger sind, als das Wohl von Tieren.
Und wie man diese Botschaft auf eine freundliche und überzeugende Weise in die Studentenwerke verbreitet, zeigen wir engagierten Studenten in ganz Deutschland.
Auch die Studentenwerke lassen wir nicht auf sich allein gestellt. Wir haben eine Liste potentieller Lieferanten erstellt und uns nach den hygienischen Bedingungen erkundigt.
Die Freilandhaltung ist nicht perfekt. Aber wenn Hennen scharren, picken, Nester bauen, ihr Flügel ausbreiten und sich putzen können, ist das ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zum Leben im Käfig.
Wussten Sie schon? Das Bundesverfassungsgericht hat im Jahr 1999 geurteilt, dass die Haltung von Hühnern in Legebatterien gesetzeswidrig ist. Mehr dazu, und auch weitere Hintergrundinformationen, finden Sie hier.